Bürgerfunk Köln aus dem Radioclub Böckler Platz. am 1.Okt 2005

Sozialdezernentin Marlis Bredehorst:

"Zunächst möchte ich nochmal betonen, dass die ArGe im Prinzip nichts weiter macht als vorher nach dem Bundessozialhilfegesetz §19 auch schon gemacht worden ist, nämlich 120 Stellen Beschäftigungsförderung. Das war früher auch Zusatzverdienste. Also die Mehrarbeitsvariante, 1 €-Job im Volksmund genannt, ist ja mehr als ein Euro, wir nennen das Integrationsjob, auch das ist vorher schon bezahlt worden einvernehmlich mit dem Möbelverbund erstens.

Zweitens ist das alte Konzept mit dem Möbelverbund, was die Stadt Köln mit dem Möbelverbund gemacht hat, nicht aufgehoben, das gilt weiterhin. Das haben Mitarbeiter der ArGe auch schon gesagt, ich will das aber noch einmal ausdrücklich betonen.Vielleicht sollte ich noch einmal ganz kurz erklären, was eigentlich ArGe ist. ArGe ist jetzt sozusagen nach der Gesetzesänderung Hartz IV die Fortführung dessen, was die Stadt Köln vorher alleine in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur auch schon gemacht hatte. Jetzt machen wir eine gemeinsame Organsiation, die Stadt Köln einerseits, Arbeitsagentur Köln andererseits, und zusammen haben wir die ArGe, die Arbeitsgemeinschaft, gebildet. Und sowohl Stadt als auch Arbeitsagentur sind Träger. Wir haben ein Konsensprinzip, d.h. nichts geht gegen den Willen der Stadt. allerdings auch nichts gegen den Willen der Arbeitsagentur, aber wir haben uns bisher immer wieder zusammengerauft, weil wir unser Köln-Modell inklusive Möbelverbund ja vorher auch schon geführt haben. Dass heisst, wir wollen das auch weiter führen und wenn jetzt Träger denken, das ist jetzt alles ganz anders, dann denken sie falsch.

Die Stadt hat, finde ich zurecht, die Strategie, dass sie sagt, freie Träger sollen sich auch selbst organisieren und selbst auch regeln. Wenn wir jetzt aber die Situation haben, dass offensichtlich verschiedene Träger, die im Möbelvebund zusammengeschlossen sind, sich nicht mehr verständigen können, dann ist es an der ArGe da auch moderierend einzugreifen. Und ich stelle mir vor, wir laden einfach mal alle ein und versuchen die Dinge auch klar zu stellen und auch zu Ergebnissen zu kommen. Weil die Konzepte, die damals 1998 entwickelt worden sind, finden wir nach wie vor gut. Und ich kann immer noch mal sagen, auch die Stadt Köln, auch zusammen mit der Arge Köln, sind ja im Gegensatz zu anderen Kommunen und der Bundespolitik usw auch der Auffassung, dass wir nicht den zweiten Arbeitsmarkt stärken sollten, sondern dass wir den ersten Arbeitsmarkt stärken sollen und einen zweiten Arbeitsmarkt immer nur so aufbauen, um Menschen zu helfen, in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen. Und für uns ist überaus wichtig, dass Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt Arbeit finden."